26. März 2022: HuK beteiligt sich am Stabausfest in der Kindertagesstätte

Die ev. Kindertagesstätte „Am rufenden Hahn“ begrüßte am 26. März den Frühling traditionell mit dem Stabausfest. Mit diesem alten südwestdeutschen Brauch wird vielerorts zu Frühlingsbeginn der Winter „verbrannt“. Wie alljährlich spendete der Heimat- und Kulturverein hierzu für jedes Kind eine leckere Brezel. Bei schönstem Sonnenschein unternahmen die Kinder mit Erziehern, Eltern und Geschwistern einen Spaziergang durch die Kommenturei, um mit Frühlingsliedern und einem „Stabaus-Feuer“ den Winter auszutreiben. Die Kita-Kinder hatten sich schon länger auf dieses Fest vorbereitet und ihre Stabaus-Stöcke mit bunten Bändern geschmückt. Außerdem hatten sie kleine Schneemänner aus Papier gebastelt, die unter Mithilfe der Feuerwehr den Flammen übergeben wurden.

(Text: Elvira Nies, Foto: Nicole Tonkowski)

Ober-Flörsheimer Kalender für 2022 erschienen

Ein Blick auf den Sportplatz und das untere Dorf vor 60 Jahren, ein Sonnenuntergang auf dem Hochplateau, der Verkaufsraum des Lebensmittelladens Eich in den 1950er Jahren, Kindergartenkinder 1975, der Konfirmationsjahrgang 1978, ein Nachbarschaftstreffen in der Webergasse 1958, die Metzgerei Kiefer (heute Clauß) in den 1920er Jahren – das sind nur einige der Motive des neuen Ober-Flörsheimer Kalenders.

Leider muss die traditionelle Vorstellung des Heimat- und Kulturvereins in diesem Jahr entfallen. Reservierungen für dieses ideale Weihnachtsgeschenk (Preis 7,50 Euro) sind ab sofort möglich bei S. Germann-Vering (Tel. 941607), B. Rudy (Tel. 1096) und E. Nies (Tel. 580). Er wird nach der Fertigstellung bei den Bestellern vorbeigebracht. Weiterhin ist u. a. ein Verkaufstermin an einem Samstagnachmittag im Bürgerhaus vorgesehen.

Kalender 2022 Titelbild

22. Oktober 2021: Heimat- und Kulturverein Ober-Flörsheim feiert 20-jähriges Jubiläum mit Nachtwächterwanderung

Anlässlich des 20. Jahrestags seiner Gründung veranstaltete der Heimat- und Kulturverein nach längerer Pause wieder eine seiner beliebten Nachtwächterwanderungen. Bei kaltem, aber trockenen Wetter begrüßten Nachtwächter Franz Dirigo (dargestellt von Dr. Helmut Schmahl) und sein Sohn Jean (Philipp Seidel) in historischen Kostümen rund 120 Besucher vor der Blücherhalle, unter ihnen Nachfahren des 1864 verstorbenen Nachtwächters, die aus Flonheim und Mannheim angereist waren. Die technische Leitung lag in den Händen von Steffen Neef, der überdies anlässlich des Vereinsjubiläums eine neue Beleuchtung für den Gedenkstein „1250 Jahre Ober-Flörsheim“ installiert hatte.

Auf ihrem Rundgang durch das Dorf begegneten der Nachtwächter und sein Sohn einer Reihe von Personen aus der Ortsgeschichte. Zunächst trafen sie den vor genau einem Jahrhundert verstorbenen Lehrer und Dorfchronisten Friedrich Reif (Carsten Dieterich) im Weingut Hahn in der Weyerstraße. Dort inspizierte dieser den 180 Jahre alten Grabstein des mennonitischen Gutsbesitzers Jakob Dahlem, der kurz zuvor beim Abbruch einer Mauer auf dem Betriebsgelände gefunden worden war. In der Hauptstraße kam ihnen Bürgermeister Johann Müller V. (dargestellt von seinem Nachfolger Sascha Leonhardt) entgegen. Er war gerade dabei, eine Liste der Gewerbetreibenden zu erstellen und wusste viel Interessantes über alte Handwerksberufe zu berichten. So hatte der Nagelschmied Jakob Heß vor 150 Jahren in der Webergasse seine Werkstatt. Das Feuer seines Blasebalgs wurde von einem Hund in einem Laufrad entfacht.

Chronologisch etwas unpräziser, jedoch umso amüsanter wurde der Rundgang, als die beiden Dirigos in der Kommenturei nach dem Rechten sahen. Dort trafen sie zunächst wieder Lehrer Reif, der gerade dabei war, im Schein einer Laterne eine rätselhafte Inschrift am Bürgerhaus zu entziffern. Plötzlich öffnete sich ein Fenster und kein Geringerer als der spätere preußische Generalfeldmarschall von Blücher (Dennis Neef), der 1794 hier als Oberst Quartier hatte, beschwerte sich energisch über die Ruhestörung. Er zeigte sich erst versöhnlich, als Bürgermeister Müller eine Flasche Wein präsentierte und ihn sowie die anderen zu einer Verkostung einlud. Auch die Nachbarin Katharina Damberger (Edeltrud Böhm) gesellte sich hinzu. Sie und Lehrer Reif erzählten anschaulich über die Geschichte der einst mit Mauern und Toren befestigten hiesigen Niederlassung des Deutschen Ordens. Anschließend lud Katharina die Teilnehmer ein, in ihrer Küche die Reste eines wohl spätmittelalterlichen unterirdischen Gangs zu besichtigen, der einst das Haus Nr. 3 mit der katholischen Kirche verband.

Auf dem Weg ins obere Dorf wurde kurz am ehemaligen Mennonitenfriedhof und in der Hubgasse Station gemacht, bevor der Nachtwächter und sein Sohn in der Kirschgartenstraße ein Rätsel lösten, das viele Ober-Flörsheimer schon lange bewegt hat – die Herkunft der Bezeichnung „Kratzegass“ für diese Straße. Sie ist auf Philipp und Margaretha Kratz zurückzuführen, die hier 1831 das erste Haus (Nr. 10) in der Nachbarschaft erbauten.

Die Führung endete vor der Blücherhalle. Der HuK-Vorsitzende Helmut Schmahl dankte allen Mitwirkenden und Helfern für ihr großes Engagement und lud die Teilnehmer ein, das Vereinsjubiläum mit Glühwein, Kinderpunsch und Gebäck zu feiern.

Mitgliederversammlung

Nach einer pandemiebedingten längeren Pause traf sich der Heimat- und Kulturverein in der Blücherhalle zu seiner Mitgliederversammlung für die Geschäftsjahre 2019 und 2020.

Nach dem Verlesen des Protokolls der letzten Versammlung, der Vorstellung des Kassenberichts sowie der Entlastung der bisherigen Funktionsträger erfolgte die satzungsgemäße Wahl verschiedener Vorstandsämter. Durch das einstimmige Votum der rund 30 Anwesenden wurden der bisherige zweite Vorsitzende Steffen Neef und die Schatzmeisterin Brigitte Rudy wieder gewählt.
Neu unter den acht Beisitzern sind Svenja Germann-Vering und Petra Kisgyörgy, deren Kandidatur ebenfalls wie die der bisherigen Amtsträger Dieter Blüm, Hans-Jürgen Fuldner, Karlfried Höbel, Sascha Leonhardt, Elvira Nies und Philipp Seidel die Zustimmung aller Anwesenden fand. Zugleich bedankte Schmahl sich bei dem früheren zweiten Vorsitzenden und Museumsleiter Hans-Jürgen Rudy und Beisitzer Dieter Clauß, die sich beide seit Gründung des Vereins vor 20 Jahren ohne Unterbrechung im Vorstand engagiert hatten und nicht mehr kandidierten.
Dank sprach Schmahl auch den weiteren Neugewählten für ihren Einsatz aus sowie allen weiteren Aktiven des Vereins. Hierbei hob er eine siebenköpfige Arbeitsgruppe des HuK hervor, die nach aufwendigen Forschungen unter der Leitung von Wilhelm Nies ein Gedenkbuch für die Ober-Flörsheimer Opfer der beiden Weltkriege zusammengestellt hatte. Der reich bebilderte Band fand seit seiner Erscheinung in diesem Jahr großes Interesse in der Öffentlichkeit.

Der 112 Mitglieder zählende Verein hofft, auch in Zukunft allen Interessierten ein abwechslungsreiches Programm anbieten zu können. Eine Nachtwächterwanderung ist für den 22. Oktober vorgesehen, weiterhin ist ein Kalender für 2022 in Arbeit.
Nähere Informationen sind zu gegebener Zeit unter Termine bzw. in der Presse zu finden.

Gedenkbuch für Kriegsopfer erschienen


Den 75. Jahrestag des Kriegsendes 1945 nahm eine neunköpfige Arbeitsgruppe des Heimat- und Kulturvereins Ober-Flörsheim auf Initiative und unter Leitung von Herrn Wilhelm Nies zum Anlass, sich mit den Schicksalen der Opfer der beiden Weltkriege zu beschäftigen. Ihnen ist das Ehrenmal auf dem Friedhof gewidmet. Kaum eine Familie blieb von den Kriegen verschont. Manche Eltern mussten sogar den Tod von zwei – in einem Fall von drei – Söhnen beklagen.

Um die Erinnerung an die Gefallenen, Vermissten oder durch Kriegseinwirkung Verstorbenen – die beiden jüngsten von ihnen waren gerade 17 Jahre alt – aufzufrischen und dauerhaft zu bewahren, waren umfangreiche Recherchen durch die AG-Mitglieder notwendig. Zahlreiche Verwandte und Zeitzeugen wurden befragt, Bilder und Dokumente gesammelt und Auskünfte aus den Unterlagen des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge und anderen Quellen ermittelt.

Nach einer durch die Corona-Pandemie verursachten Verzögerung konnte der Volksbunddelegierte Wilhelm Nies dem HuK-Vorsitzenden Dr. Helmut Schmahl am 4. Mai das erste druckfrische Exemplar der reich bebilderten Dokumentation überreichen. Sie enthält auf 194 Seiten Informationen und Fotografien der Gefallenen, Texte, die das Leid der Zeit eindrucksvoll widerspiegeln, sowie eine Liste der heimgekehrten Teilnehmer des Zweiten Weltkriegs. H. Schmahl zeigte sich erfreut über die wertvolle Erinnerungsarbeit und dankte H. Nies und den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Franz-Dieter Huppert, Dennis Neef, Elvira Nies, Lara Nies, Volker Nies, Waltraud Röhl und Wilma Schneider für ihr großes Engagement. Eine offizielle Buchvorstellung soll baldmöglichst im Rahmen einer Veranstaltung des Heimat- und Kulturvereins erfolgen.

Das Buch kann ab sofort bei Wilhelm Nies (06735-580) für 20 Euro erworben werden.

Link zum Vorwort von Dr. Helmut Schmahl

HuK sucht Informationen zu Kriegstoten

In diesen Wochen jährt sich zum 75. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs. Rund 90 Opfer forderte dieser schrecklichste aller Kriege in unserer Gemeinde. 41 Soldaten fielen an der Front (der jüngste war 18 Jahre alt), 12 starben infolge Kriegseinwirkung, 35 weitere wurden vermisst. Weiterhin kamen Zivilisten bei Luftangriffen ums Leben. An sie erinnert das Ehrenmal auf dem Friedhof.

Um das Gedenken an die Kriegstoten wieder stärker in den Blick zu rücken  und als Mahnung für die jetzigen Generationen erstellt ein ortsgeschichtlicher Arbeitskreis innerhalb des Heimat- und Kulturvereins eine Dokumentation über die Schicksale aller Gefallenen aus unserem Dorf. Über viele von ihnen ist nur sehr wenig bekannt. Daher ergeht der Aufruf, uns Material wie Bilder, Briefe und andere Dokumente leihweise zur Verfügung zu stellen. Eine Dokumentation über den Ersten Weltkrieg liegt bereits vor. Auch an Informationen über Soldaten, die aus dem Krieg zurückkehrten und andere verwandte Themen sind wir interessiert. Falls Sie die alte Schrift nicht selbst entziffern können, sind wir Ihnen gerne behilflich.

Bitte wenden Sie sich an Herrn Wilhelm Nies (Tel. 06731/580, w.nies@gmx.net) bzw. Dr. Helmut Schmahl (hschmahl@uni-mainz.de).

Mitgliederversammlung findet nicht statt!

Der Vorstand des HuK Ober-Flörsheim hat beschlossen, die für den 18.03.2020 geplante Mitgliederversammlung wegen der aktuellen Infektionsgefahr durch das Coronavirus abzusagen und auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Der neue Termin wird an dieser Stelle rechtzeitig bekanntgegeben.

Wir bitten unsere Mitglieder um Verständnis für diese Maßnahme.

Vorstellung des Ober-Flörsheimer Kalenders

Ein Blick in die Weyergasse, Konfirmanden des Jahres 1961, Bezirksradsportfest in der Kommenturei 1953, „Urgesteine“ beim LaMuGeTuS vor 25 Jahren – dies sind nur einige der Motive des Ober-Flörsheimer Kalenders für 2020, den der Heimat- und Kulturverein am 20. November vorstellte. Rund 40 Personen waren der Einladung zu einem gemütlichen Abend in das Blüchercafé gefolgt, wo der Vorsitzende Dr. Helmut Schmahl und andere Anwesende bei Wein und Knabbergebäck viel Interessantes über die abgebildeten Motive zu berichten wussten. Auf besonderes Interesse stieß ein Bild des Hauses an der Ecke Alzeyer Str./Kirschgartenstraße, auf dem Maurermeister Georg Hofmann II. und seine Familie um 1900 zu sehen sind. Dem Denkmalverzeichnis des Kreises Alzey-Worms zufolge ist das 1832 erbaute, nahezu unveränderte Gebäude „inzwischen ein rares Zeugnis für die früheren Lebensverhältnisse der ländlichen Unterschicht“. Es steht daher unter Denkmalschutz.
Anschließend stellte der Kaiserslauterer Künstler Ingo Bracke als „Überraschungsgast“ sein Konzept für die nächtliche Beleuchtung der Blücherhalle vor. Hierbei nahmen er und Ortsbürgermeister Sascha Leonhardt zahlreiche Anregungen der interessierten Zuhörer entgegen.
H. Schmahl dankte abschließend den Mitwirkenden des Abends für das abwechslungsreiche Programm und allen, die an der Erstellung des Kalenders beteiligt waren. Der Kalender ist ab sofort für 7,50 Euro erhältlich.

Das Haus Alzeyer Str. 23 (um 1900)
Das Haus Alzeyer Str. 23 (um 1900)

Exkursion nach Lorsch

Am 10.08.2019 organisierte der Heimat- und Kulturverein eine Fahrt zum UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Lorsch. Bilder von der Exkursion finden Sie in unserem Fotoalbum.

Terminankündigung: Exkursion nach Lorsch am Samstag, den 10.08.2019

Der Heimat- und Kulturverein lädt alle interessierten Bürger zu einer Exkursion nach Lorsch ein. In dem hübschen Fachwerkstädtchen an der Bergstraße werden wir die Königshalle sowie die sonstigen Überreste des einst imposanten Reichsklosters besuchen, in dessen Schenkungsbuch unsere Gemeinde und viele andere rheinhessische Dörfer zur Zeit Karls des Großen erstmals erwähnt werden.
Die Anreise erfolgt mit Privat-Pkw. Die Fahrgemeinschaften treffen sich um 14 Uhr an der Blücherhalle. Die Führung in Lorsch beginnt um 15 Uhr und dauert ca. 90 Minuten. Um 18 Uhr finden wir uns zur gemütlichen Schlussrast im Brauhaus „Zwölf Apostel“ in Worms ein.
Der Teilnehmerbeitrag beläuft sich auf 6 Euro. Anmeldungen bis zum 31. Juli bei B. Rudy (Tel. 06735-1096) oder E. Nies (Tel. 06735-580).