Ausflug des Heimat- und Kulturvereins Ober-Flörsheim nach Bechtheim am 15. Mai 2004

Bilder von Antje Lindner und Rudolf Maier

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Begrüßung durch Bürgermeister Thomas vor der Basilika
Mit dem Bau der romanischen Basilika St. Lambertus wurde um 1020 durch die Chorherren des Hochstiftes Lüttich begonnen, in deren Besitz sich damals Bechtheim befand. Der Bau wurde1100 durch einenWehrturm sowie um 1300 durch einen Hochchor erweitert. Durch Bechtheim verlief der Jakobs-Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Daher befand sich unter dem Hochchor ein Durchgang zur Reliquienverehrung. In Deutschland befinden sich nur wenige solcher Anlagen, daher finden sich in der Umgebung zahlreiche Hinweisschilder auf dieses "Kleinod des Wonnegaus".
Im Ortskern befinden sich mehrere historische Brunnen. Wir besichtigten den Aegidiusbrunnen, der ebenso wie der Lambertusbrunnen als Waschbrunnen diente.
Weitere Impressionen aus der Ortsmitte
 
Die evangelische Kirche wurde 1910 im neubarocken Stil erbaut. Die Stummorgel stammt aus der Basilika, die zuvor über zwei Jahrhunderte gemeinsam von Protestanten und Katholiken genutzt wurde. Das Deckengemälde zeigt die Bergpredigt Jesu.
Vor der evangelischen Kirche befindet sich die in den 1850er Jahren erbaute Synagoge. Nach der Auflösung der jüdischen Gemeinde im späten Jahrhundert (Auswanderungen und Wegzüge) wurde das Gotteshaus als Kindergarten genutzt. Heute befindet sich darin das evangelische Gemeindehaus.
Vor der evangelischen Kirche endete der Rundgang. Adolf Gardt bedankte sich im Namen der Teilnehmer bei Herrn Thomas für die interessante und abwechslungsreiche Führung und überreichte ihm die Reproduktion einer historischen Karte unserer Gegend aus dem Jahr 1770. Anschließend fand eine gemütliche Schlußrast in einem Winzerhof statt.
 
   

Auf der Homepage der Gemeinde Bechtheim finden sich zahlreiche bebilderte Informationen zum Dorf und seiner Geschichte.