Aktuelles aus dem Heimat- und Kulturverein Ober-Flörsheim
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2001-2011: Zehn Jahre Heimat- und Kulturverein
Ober-Flörsheim Der Heimat- und
Kulturverein Ober-Flörsheim begeht 2011 sein zehnjähriges Bestehen. Dieses Ereignis
werden wir mit einer Reihe von Veranstaltungen feiern, zu denen u. a. ein
Festabend unter Mitwirkung weiterer Vereine in der Gemeindehalle und ein
Ausflug nach Marburg (Mitglieder reisen kostenlos mit!) zählen werden.
Weiterhin ist die Herausgabe einer Festschrift mit der Vereinschronik und
ortgeschichtlichen Beiträgen (u. a. die Bau- und Besitzgeschichte
Ober-Flörsheimer Häuser von 1817 bis heute) vorgesehen. Anregungen, Beiträge
und historische Bilder/Dokumente sind wie stets willkommen! Bisher feststehende Termine: 16.3.2011
Generalversammlung (20 Uhr Blücherstube, mit traditionellem „Hackes“-Essen und anschließendem gemütlichen
Beisammensein und Bilderschau) 14.4.2011 Ober-Flörsheimer
Gesprächsabend (20 Uhr evangelisches Gemeindehaus, Thema wird noch
bekanntgegeben) |
Ortsportrait von Ober-Flörsheim im Heimatjahrbuch
2011
Das Heimatjahrbuch des
Landkreises Alzey-Worms 2011 enthält zwei Berichte über Ober-Flörsheim. Über
die Geschichte und gegenwärtige Entwicklung der Gemeinde informieren Helmut Schmahl und Adolf Gardt, während
Wilhelm Nies über eine heitere Begebenheit in der Feuerwehr von 60 Jahren berichtet.
Das reich bebilderte Buch kann auf dem Ober-Flörsheimer Rathaus während der
Bürostunden bzw. im Buchhandel erworben werden.
Großer Andrang im Ober-Flörsheimer Heimatmuseum am
Weihnachtsmarkt
Der Ober-Flörsheimer
Weihnachtsmarkt, der in diesem Jahr am 27. November zum zehnten Mal stattfand,
entwickelt sich zunehmend zum Anziehungspunkt für auswärtige Besucher. Auch in
diesem Jahr bot die Kommenturei im unteren Dorf bei
winterlichen Temperaturen eine romantische Kulisse. Der Heimat- und
Kulturverein war wie jedes Jahr mit einem Stand vertreten. Der Glühwein aus
rein Ober-Flörsheimer Produktion, Frikadellen von der Metzgerei Clauß und
andere Leckereien fanden ebenso guten Absatz wie der Ober-Flörsheimer Kalender,
Ansichtskarten des Dorfes, Ober-Flörsheimer Weihnachtskarten und der Nachdruck
der Reifschen Chronik von 1901. Erfreulich war das
große Interesse der Besucher am Heimatmuseum. Museumsleiter Hans-Jürgen Rudy
zählte zeitweise bis zu 50 Personen, die gleichzeitig die Ausstellung
besichtigten. Besonders bewegend war für das Museumsteam die Begegnung mit zwei
Mainzer Besucherinnen, die sich sehr darüber freuten, erstmals ein Foto ihres
Urgroßvaters aus dem Jahr 1925 zu sehen. Das vom HuK betreute Heimatmuseum im
Bürgerhaus (Kommenturei) ist nach telefonischer
Vereinbarung mit Hans-Jürgen Rudy (Tel. 06735-1096) zu besichtigen.
Szenen aus einem rheinhessischen Dorf:
Ober-Flörsheimer Kalender zum zehnten Mal erschienen – 18. November 2010
Kinder beim Stabausfest in der Nachkriegszeit, Maurer bei der Arbeit
vor 100 Jahren, eine Fronleichnamsprozession in der Hauptstraße, die Obere
Mühle, Lehrer Hessinger mit seinen Schülern 1961
– dies sind nur einige der Motive des Ober-Flörsheimer Kalenders, der in
diesem Jahr zum zehnten Mal erscheint. Bei der Vorstellung im katholischen
Pfarrheim am 18. November 2010 zeigte sich der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins
Dr. Helmut Schmahl erfreut darüber, dass auch in
diesem Jahr eine Reihe von Bürgern Bilder vom dörflichen Leben der letzten
Jahrzehnte zur Verfügung gestellt haben. Eine besondere Überraschung war eine
bisher unbekannte Dorfansicht des expressionistischen Wormser Künstlers Hans
Hecker aus der Nachkriegszeit. Sie fand für das Titelblatt Verwendung. Der von
der Grafikerin Birgit Seitter gestaltete Kalender,
der im Anhang die Namen aller bekannten abgebildeten Personen auflistet, ist
für 7,50 Euro in der Metzgerei Clauß, im Blumenladen Kuenen
oder bei Familie Schmahl (Tel. 498) erhältlich. Auf
dem diesjährigen Weihnachtsmarkt fand er bereits regen Absatz.
Hier eine Bildvorschau: Titelbild,
Januar Februar/März
April/Mai
Juni/Juli
August/September
Oktober/November/Dezember
Wer ist im Kalender zu
sehen? Hier ein Namensverzeichnis
der abgebildeten Personen
Wir suchen immer
historische und neue Bilder aus unserem Dorf für zukünftige Kalender, z.B. Menschen bei der Arbeit, Dorfansichten,
Vereinsleben, Schulklassen, Familienbilder etc. Bitte stellen Sie sie uns zur
Verfügung – sie erhalten sie umgehend zurück, nachdem sie gescannt
wurden.
Zwischen Blücherpfad und Deutschherrenberg:
Weinbruderschaft Rheinhessen am 26. Juni
2010 auf Einladung des HuK zu Gast in Ober-Flörsheim
Ober-Flörsheim war das Ziel
des diesjährigen Familienwandertags der Weinbruderschaft zu St. Katharinen.
Rund 65 Weinbrüder und –schwestern fanden sich
mit ihren Angehörigen im Hof des Bürgerhauses in der Kommenturei
ein, denen zunächst bei strahlendem Wetter ein Begrüßungsschluck gereicht
wurde. Im Anschluss hieß der Organisator Weinbruder Tobias Kraft die Anwesenden
willkommen und übergab Ortsbürgermeister Adolf Gardt eine gegen Schädlinge resistente Ulme. Gardt bedankte sich für die Spende und hob heraus, dass der
für Rheinhessen charakteristische Baum demnächst den Kindern auf dem neuen
Spielplatz am Wasserriss Schatten spenden soll.
Zum Auftakt der Wanderung
führte Weinbruder Dr. Helmut Schmahl gemeinsam mit Gardt durch die geschichtsträchtige Kommenturei
des Deutschen Ordens, wobei die Besichtigung des spätgotischen Torturms auf das
besondere Interesse der Gäste stieß. Gleichfalls angetan zeigten sich die Gäste
vom Heimatmuseum, das Museumsleiter Hans-Jürgen Rudy und Heinfried Simmerlein präsentierten.
Die beiden Kirchen des
Dorfes mit ihren wertvollen Denkmalorgeln waren die nächsten Stationen des
Rundgangs. Weinbruder Klaus Scheuermann stellte anschaulich und virtuos die um
1740 erbaute Senn-Orgel mit ihren hellen Klangfarben in der katholischen Kirche
vor, während Schmahl in der evangelischen Kirche das
orchestrale Volumen der neugotischen Sauer-Orgel eindrucksvoll demonstrierte.
Auf dem weiteren Dorfrundgang wussten Gardt und Schmahl viel Wissenswertes über das Denkmal vor dem
Rathaus, malerische Häuser aus Kalksteinen und Fachwerk, Kuhkapellen und das
Zusammenleben von einst vier verschiedenen Religionsgemeinschaften in der
Deutschherrengemeinde zu berichten.
Bei einer Zwischenrast im
Weingut Stauff in der Weedegasse
überzeugte Juniorchef Manfred Stauff die Gäste von
der Qualität trockener bzw. feinherber Ober-Flörsheimer Weißweine. Stauff ließ es sich auch nicht nehmen, die Gruppe entlang
des Weinlehrpfads durch die Weinberge zu führen und über gegenwärtige Trends im
Weinbau zu informieren, der in der Gemarkung auf 139 ha betrieben wird.
Nach der dreistündigen
Wanderung kehrten die hungrigen und durstigen Weinbrüder und -schwestern in der
Gemeindehalle ein, wo sie die Landfrauen unter der Leitung von Mechthild Pfannebecker mit einem Schlachtbüffet und Wein aus dem
Anbau von Weinbruder Hubert Höbel bewirteten. Zum
Abschluss dankte Tobias Kraft allen Beteiligten für die erwiesene
Gastfreundschaft, und er sprach wohl im Sinne aller Anwesenden, als er betonte,
dass die Deutschherrengemeinde Ober-Flörsheim eine sympathische Gemeinde mit
Profil ist, die ihren Gästen kulturell und vinologisch
eine Menge zu bieten hat.
Hier ein
Bild der Veranstaltung.
29. Mai 2010:
Exkursion nach Otterberg
Die diesjährige Exkursion
des Heimat- und Kulturvereins Ober-Flörsheim führte nach Otterberg. Am
Nachmittag des 29. Mai 2010 reiste eine Gruppe von 45 Personen mit dem Bus in
die Kleinstadt nördlich von Kaiserslautern, um die ehemalige Zisterzienserabtei
zu besichtigen. Noch heute erinnern die Münchgasse und der Münchhof in unserem
Dorf sowie der nahegelegene (Münch-)Bischheimer Hof
daran, dass das Kloster Otterberg zu den größten Grundbesitzern in unserem Raum
zählte. Nach einem kurzen Rundgang durch das von Fachwerkbauten geprägte
Städtchen Otterberg, das 1579 von calvinistischen Glaubensflüchtlingen aus den
spanischen Niederlanden besiedelt wurde, besuchten die Ober-Flörsheimer die
Abteikirche. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von der zwischen 1168 und
1254 erbauten Abteikirche, die nach dem Speyerer Dom das zweitgrößte
Sakralgebäude der Pfalz ist. Ein kurzes stimmungsvolles Orgelkonzert wurde
speziell für die Gruppe organisiert. Besonders interessant waren die Erläuterungen
unserer Führerin zum Simultanverhältnis in der Kirche, die seit dreihundert
Jahren von Protestanten und Katholiken gemeinsam genutzt wird und bis 1979
durch eine Mauer geteilt war. Nach der Rückfahrt fand der vierstündige, sehr
informative Ausflug in Marions Schlemmerstube einen gemütlichen Ausklang.
15. April 2010: Gesprächsabend über Baudenkmäler in
Ober-Flörsheim
Die
historischen Baudenkmäler Ober-Flörsheims waren Thema des diesjährigen Ober-Flörsheimer
Gesprächsabends, zu dem der Heimat- und Kulturverein in das evangelische
Gemeindehaus eingeladen hatte. Mit Dr. Michael Huyer
von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz konnte ein
hochkarätiger Experte für das Thema gewonnen werden. Der Kunsthistoriker
erstellt momentan eine Denkmaltopographie unseres Landkreises und hat sich in
diesem Zusammenhang ausführlich mit der baulichen Entwicklung Ober-Flörsheims
beschäftigt.
Zu
Beginn seines Lichtbildvortrags ging Dr. Huyer zunächst
auf die Geschichte des Denkmalschutzes ein und gab anschließend den Zuhörern
anhand seines letzten Projekts, der Denkmaltopographie von Neustadt a. d. W.,
einen Vorgeschmack auf die in einigen Jahren zu erwartende, reich bebilderte
Publikation zu unserem Raum.
Im
Hauptteil stellte der Referent die Ergebnisse seiner bisherigen
baugeschichtlichen Forschung in Ober-Flörsheim vor und wies hierbei auf
interessante Details hin, die nur ein Experte entdecken kann. Hierzu gehören u.
a. 200 Jahre alte Fenster mit Bleiverglasung im Haus Neef/Hauptstraße,
eine original erhaltene „Kuhkapelle“ von 1832 im Anwesen
Dieterich/Münchgasse, Fenstergewänder aus der Renaissancezeit, die später
nochmals verwendet wurden oder Erbauungsinschriften des 17. und 18.
Jahrhunderts an Fachwerkhäusern. Besonderes Augenmerk legte Dr. Huyer auf die Kommenturei. Neben
dem Herrenhaus und der Schaffnerei („Kaserne“) ist hier vor allem
der spätmittelalterliche Torturm bemerkenswert, dessen Dachstuhl sich durch die
dendrochronologische Untersuchung eines Balkens auf
das Jahr 1465 datieren lässt.
Im
Anschluss an den Vortrag nutzten einige Zuhörer die Möglichkeit, sich bei Dr. Huyer über die Geschichte ihres Hauses und die Renovierung
historischer Gebäude zu informieren. Unter dem Applaus der 35 Anwesenden dankte
Dr. Helmut Schmahl Dr. Huyer
für seinen lebendigen und informativen Vortrag und sagte ihm die ideelle
Unterstützung des HuK bei seiner weiteren Forschung in unserer Gemeinde zu. Bei
Brezeln, Wein und angeregten Gesprächen klang die Veranstaltung aus.
17. März 2010: Generalversammlung mit Vorstandswahl
Auf der diesjährigen
Generalversammlung des HuK wurden Dr. Helmut Schmahl
für weitere drei Jahre als Erster Vorsitzender und Svenja Germann-Vering
für den gleichen Zeitraum als Schriftführerin bestätigt.
Frühere Nachrichten finden Sie in
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